Auf den Spuren der Reformation

Reformation ist topaktuell und nicht nur etwas für die Vergangenheit. Von diesem Thema liessen sich über 200 Jugendliche am letzten Nachplus am 6. Mai herausfordern. Stephan Oppliger zeigte, dass Anbetung im Kern bedeutet, sein ganzes Vertrauen auf etwas zu setzen. Deshalb sind alle Menschen „Worshiper“, die Frage ist nur, worauf sie ihr Vertrauen setzen. Wenn Menschen ihr ganzes Vertrauen auf ihren Schöpfer setzen, dann wird er dadurch geehrt. Er forderte heraus, auch dann ganz auf Jesus zu vertrauen, wenn wir nicht verstehen, wie er unser Leben führt. Eindrücklich sichtbar wurde dies am Leben von William C. Burns, der Erweckungen in Schottland erleben durfte. Aber er verliess diese Aufgabe und reiste als Missionar nach China. In vielen Jahren bewegte sich kaum etwas durch seine Arbeit. Doch er blieb seinem Auftrag treu und betreute unter anderem einen jungen Mann in einer Glaubenskrise. Dieser Mann hiess Hudson Taylor, der später zu einem der bedeutendsten Chinamissionare wurde. Viele wären gerne ein Luther oder Taylor, die wenigsten ein Burns, den man heute praktisch vergessen hat. Doch Gott hat eine andere Sicht von Erfolg. Die Teilnehmer wurden herausgefordert einfach die Bereitschaft zu haben, ganz zur Ehre Gottes zu leben, egal was es bedeutet.
Am Abend vertiefte Matthias Mauerhofer dieses Anliegen praktisch und persönlich. An Nehemia wurde deutlich, wie Gott eine Reformation schenken kann. Wo Gottes Wort von Menschen gehört wird und es ihre Herzen erreicht, da werden sie tiefgreifend verändert. Er betonte, dass Menschen dann echte Freude in ihrem Leben entdecken können, wenn sie Jesus sagen: Nicht mein, sondern dein Willen geschehe. So kann Reformation bei jedem persönlich und auch in einer Gemeinde zu wachsen beginnen.
Reformation macht auch nicht vor dem Nachplus halt. Eine Frage begleitete den Tag: „Was ist DOXA?“ Am Abend wurde das Rätsel aufgelöst: Nachplus wird ab sofort zu DOXA. Der Begriff steht für die Herrlichkeit Gottes, die im Zentrum stehen soll. Das Anliegen von DOXA bleibt dasselbe. Es ist ein Tag mit packenden Referaten, interessanten Workshops und herzlicher Gemeinschaft. Es ist das Ziel, dass junge Erwachsene ermutigt werden, Jesus kompromisslos nachzufolgen, ihre eigene Berufung zu entdecken und sich in ihren Ortsgemeinden zu investieren.
Am Ende des Tages meinten viele Teilnehmer: Gut ist es mit dem 9. Nachplus nicht zu Ende, sondern geht es weiter mit DOXA. Das Team ist motiviert für das DOXA 2018, das am 05.05.2018 stattfinden wird.

David Jany