Auch in seiner Zweitauflage nicht zweitklassig!

Nach einem erfolgreichen Start im letzten Jahr ging das gleichermassen als Nachtreff zu den Neujahrslagern der Action Biblique und der FEG und als offener Jugendanlass fungierende nach+ diesen Mai bereits zum zweiten Mal über die Bühne. Unter dem Motto „Mit Dir geht mehr“ motivierte der Event die Teilnehmer zu entschiedener Christusnachfolge und zur aktiven Mitarbeit in ihren Gemeinden.

Ganz dem Zweck der Veranstaltung gemäss, diese Botschaft nicht nur klar und eingängig, sondern auch in einer den jungen Besuchern entsprechenden Anschaulichkeit zu vermitteln, verglich der STH-Dozent Stefan Schweyer in seinem Morgenreferat die Gemeinde mit einem „m&m‘s“ (einer kugelförmigen Süssigkeit, die über eine rote, gelbe, grüne oder braune Schale verfügt und in ihrem Inneren aus einer Nuss und einer sie umhüllenden Schokoladenfüllung besteht): Wie bei diesem die Farbe nicht von Belang sei, da alle diese Kügelchen unabhängig von ihrem Äusseren genau gleich schmeckten, sollten auch die Gemeinden von uns weniger nach ihrem Erscheinungsbild und dem Rahmen, in welchen sie den Gottesdienst einbetteten, als vielmehr nach ihrem Kern Jesus Christus beurteilt werden. Genau darauf sei bei der Mitarbeit im christlichen Bereich auch der Fokus zu legen. Nach einem leckeren Mittagessen (Spaghetti mit diversen Saucen und Salat, anschliessend ein Dessertbuffet) wurde den Jugendlichen die Möglichkeit geboten, an einem der zahlreichen Workshops teilzunehmen. Diese deckten die ganze Bandbreite ab vom sehr praktischen Einsatz in einer Gruppe christlicher Strassenmusiker über eine Einführung in das Gestalten von Websites oder das Halten von Sonntagschul-Andachten bis zu stärker theologischen, aber trotzdem nicht minder lebensnahen Themen wie etwa die Berufung. Gerade letzterer Kurs sollte nicht nur vieles heute über diesen Sachverhalt Behauptetes aus biblischer Sicht relativieren, sondern auch durchaus umsetzbare Tipps zum alltäglichen Umgang damit beinhalten. Auf einen längeren Unterbruch, der den Jugendlichen genügend Raum liess zu eigenständigen Beschäftigungen wie der Diskussion über das in den Workshops Erlebte, dem „Töggelen“ oder der Pflege sozialer Kontakte, folgte das Abendessen. Bei diesem konnten die Teilnehmer ganz nach ihrem Belieben zwischen Pizza oder Kebab auswählen. Einen krönenden Abschluss erfuhr das vielseitige Programm schliesslich durch einen nostalgischen Rückblick auf die letzten Neujahrslager, der zugleich auch als Werbung für noch nicht mit diesem Angebot vertraute Jugendliche diente, und durch ein Referat von Matthias Kradolfer, das mit seinem evangelistischen und herausfordernden Charakter ganz den Zielsetzungen des Events entsprach.

Für das Gelingen dieser mit ca. 150 Besuchern erneut sehr erfolgreichen Veranstaltung sind wir Gott wie auch allen Betern zu grossem Dank verpflichtet. Ebenso sollten an dieser Stelle aber auch alle Personen, welche diesen Anlass durch ihre Hilfe vor Ort begleitet haben, sowie die mit grossem Interesse daran teilnehmenden Jugendlichen erwähnt werden.

Micha Wohler